Zuhörende Kinder

Der Bundesweite Vorlesetag

Deutschlands größtes Vorlesefest seit 2004

Der Bundesweite Vorlesetag von Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung findet seit 2004 jedes Jahr am dritten Freitag im November statt und gilt heute als das größte Vorlesefest Deutschlands. Der Bundesweite Vorlesetag will ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Vorlesen setzen und so Freude am Lesen wecken. Die Vorleser an diesem Aktionstag zeigen mit viel Leidenschaft, ehrenamtlich und unentgeltlich, wie schön und wichtig Vorlesen ist. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen.

Der nächste Bundesweite Vorlesetag findet am 20. November 2020 statt.


Das Konzept ist einfach: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen. Auch an ungewöhnlichen Vorleseorten finden Aktionen statt: in Tropfsteinhöhlen, Sternwarten, Eselgehegen und im Schwimmbad – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.


2018 haben sich über 687.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Aktion beteiligt. Dabei gab es auch viele Lesungen von Prominenten aus Politik, Kultur, Medien und Sport.

Alle Informationen zum Bundesweiten Vorlesetag finden Sie unter http://www.vorlesetag.de.

13.01.2020

Tübingen, Recklinghausen und Haren (Ems) sind Vorlesestädte 2019

Die Initiatoren des Bundesweiten Vorlesetags ehren gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund Städte und Kommunen, die sich besonders für das Vorlesen engagieren

Tübingen, Recklinghausen und Haren (Ems) sind die Vorlesestädte 2019. Rund um den Bundesweiten Vorlesetag am 15. November 2019 haben sich die drei Städte mit vielfältigen Aktionen vorbildlich für die Bedeutung des Vorlesens engagiert. Bereits zum siebten Mal hatten die Initiatoren des Bundesweiten Vorlesetags – DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung – gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund den Titel „Vorlesestadt“ ausgelobt. Die Auszeichnung wird in den drei Kategorien nachhaltig, außergewöhnlich und aktiv vergeben.

Nachhaltige Vorlesestadt 2019: Tübingen (Baden-Württemberg)
In Tübingen steht Leseförderung während des gesamten Jahres im Fokus. Gemeinsam mit der Stadtbücherei und über fünfzig Bildungseinrichtungen hat der Förderverein LESE-HAUS Tübingen e.V. nicht nur vielfältige Orte für Geschichten geschaffen, sondern ein Netzwerk von 300 ehrenamtlichen Lesepaten/-innen und –mentoren/-innen geknüpft. Mit niedrigschwelligen Angeboten und Aktionen findet das (Vor-)lesen immer wieder den Weg in den Alltag der Stadt – und erreicht pro Jahr ca. 12.000 Kinder. Ob mit dem Lesementoren-Programm „Lesen lohnt sich“ oder Vorleseaktionen wie „Sommerferien im Park“ vermitteln die Ehrenamtlichen immer wieder Freude an Sprache und Geschichten. Für diesen unermüdlichen Einsatz erhält Tübingen den Titel „Nachhaltige Vorlesestadt 2019“.

Außergewöhnliche Vorlesestadt 2019: Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen)
Mit 458 Stunden Dauervorlesen hat es die Stadt Recklinghausen nicht nur ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft, sondern auch den Titel „Außergewöhnliche Vorlesestadt 2019“ gewonnen. Insgesamt 871 Vorlesende haben sich an der Aktion beteiligt und nacheinander unter dem Motto „Märchen und Sagen“ sowohl aus klassischen Märchen als auch aus neuen Adaptionen vorgelesen. Mit diesem außergewöhnlichen Marathon von Mitte Oktober bis Anfang November hat sich die nordrhein-westfälische Stadt für den Bundesweiten Vorlesetag am 15.11. „warmgelesen“, an dem sie die Aktion in kleinerem Format wiederholte.

Aktive Vorlesestadt 2019: Haren (Ems) (Niedersachsen)
Mit dem ersten Harener Lesefest hat sich die niedersächsische Stadt Haren (Ems) besonders aktiv am Bundesweiten Vorlesetag beteiligt. 60 Aktionen mit rund 2.400 Vorlesern und Zuhörern fanden in Kitas, Schulen, Büchereien, Vereinen und Bildungseinrichtungen statt. Passend zum Jahresthema „Sport und Bewegung“ haben bei der Aktion „Anpfiff fürs Lesen“ Profis des SV Meppen vorgelesen, beim Lesefest „Die große Rederei“ gab es Lesungen an ungewöhnlichen Orten. Und nicht nur das: Mitten in der Stadt war ein gemütlicher Container als „Leseland“ vor allem Anlaufstelle für Schulklassen und Vorschulkinder. Zu verdanken ist das große Engagement insbesondere dem neugegründeten Verein Harenerlesen e.V., der in kürzester Zeit die ganze Stadt zum Vorlesen und Zuhören bewegt hat.

Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, sagt: „Wir gratulieren Tübingen, Recklinghausen und Haren (Ems) für ihren tollen Einsatz. Sie haben sich den Titel absolut verdient. Doch auch das Engagement aller anderen Städte und Gemeinden hat uns begeistert. Wir danken vor allem den vielen kommunalen und ehrenamtlichen Initiativen, denn Leseförderung beginnt im Kleinen. Im besten Fall springt der Funke über und plötzlich entsteht geradezu eine Bewegung innerhalb eines Dorfes oder einer Stadt – und schließlich in ganz Deutschland.“

Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, betont: „Wir sind beeindruckt, wie unglaublich engagiert und ehrgeizig sich die Vorlesestädte 2019 die Förderung von Lesefreude auf die Fahnen geschrieben haben. Eine starke Zusammenarbeit und Vernetzung, mitreißende Ideen und eine anhaltende Begeisterung jedes Einzelnen führen dazu, dass eine ganze Stadt oder Kommune an einem Strang zieht. Das ist wichtig und zukunftsweisend. Die Vorlesestädte sind starke Vorbilder, die ganz gewiss viele Menschen motivieren, selbst aktiv zu werden.“

Der nächste Bundesweite Vorlesetag findet am 20. November 2020 statt
Der Bundesweite Vorlesetag folgt der Idee: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen, aber auch an außergewöhnlichen Orten wie in Kletterhallen, Sternwarten oder Möbelhäusern. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit Geschichten in Kontakt zu bringen. In diesem Jahr haben mehr als 695.000 Menschen am Bundesweiten Vorlesetag vorgelesen und zugehört. Der nächste Bundesweite Vorlesetag findet am 20. November 2020 statt. Weitere Informationen zu der Initiative finden Sie hier: www.vorlesetag.de

22.02.2019

Stuttgart, Delmenhorst und Bröbberow sind Vorlesestädte 2018

Die Initiatoren des Bundesweiten Vorlesetags ehren gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund besonders engagierte Städte und Kommunen

Stuttgart, Delmenhorst und Bröbberow werden als „Vorlesestadt 2018“ ausgezeichnet. Rund um den Bundesweiten Vorlesetag am 16. November 2018 haben sich die drei Städte und Gemeinden mit vielfältigen Aktionen vorbildlich für die Bedeutung des Vorlesens engagiert. Zum bereits sechsten Mal hatten die Initiatoren des Bundesweiten Vorlesetags – DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung – gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund den Titel „Vorlesestadt“ ausgelobt. Insgesamt 40 Kommunen bewarben sich in drei Kategorien um die Auszeichnung: nachhaltig, außergewöhnlich und aktiv.

Nachhaltige Vorlesestadt 2018: Stuttgart (Baden-Württemberg)

Wie ein Leuchtturm strahlt die Stadtbibliothek Stuttgart Vorlesefreude in die ganze Stadt – und das nicht nur am Bundesweiten Vorlesetag. Besonders hervorzuheben ist mit seinem breiten Engagement der Verein Leseohren, der sich seit 15 Jahren für eine nachhaltige und kontinuierliche Leseförderung in Stuttgart einsetzt. Auch Vertreter der Stadt engagieren sich regelmäßig sowie zahlreiche Kitas und Schulen, das Pressehaus Stuttgart, der Klett Sprachen Verlag und viele weitere Akteure. Ein breites Netz von Stuttgarter Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht ganzjährig unterschiedliche Aktionen und setzt sich mit Nachdruck für das Vorlesen in der baden-württembergischen Hauptstadt ein. Dafür erklärt die Jury die Stadt Stuttgart zur „Nachhaltigen Vorlesestadt 2018“.

Außergewöhnliche Vorlesestadt 2018: Delmenhorst (Niedersachsen)

Unter dem Motto „Geschichten grenzenlos“ wurde in Delmenhorst bei über 250 Aktionen im ganzen Stadtgebiet vorgelesen: in Kitas, Schulen, der Bibliothek, aber auch im Krankenhaus, in einer Friedhofskappelle, unterschiedlichen Ladengeschäften und auch in einer Turbinenhalle. Die Geschichten wurden passend zu den Vorleseorten ausgewählt und eigneten sich sowohl für junge als auch ältere Zuhörer. Der Initiative der Stadtbücherei, der Buchhandlung Jünemann und dem Kulturkreis Delmenhorst sind die vielen erfolgreichen Aktionen im gesamten Stadtgebiet zu verdanken. Aufgrund der positiven Resonanz und vielen Ideen sollen auch 2019 wieder zahlreiche Aktionen am Bundesweiten Vorlesetag umgesetzt werden. Für die Idee und Umsetzung von „Geschichten grenzenlos“ erhält die Stadt Delmenhorst den Titel „Außergewöhnliche Vorlesestadt 2018“.

Aktive Vorlesestadt 2018: Bröbberow (Mecklenburg-Vorpommern, Landkreis Rostock)

Schülerinnen und Schüler der Freien Schule Bröbberow haben Texte und Geschichten zum Jahresmotto „Natur und Umwelt“ ausgewählt und dann jüngeren Kindern in der Kita oder ihren Mitschülern vorgelesen sowie einen Nachmittag in der Seniorenbetreuung gestaltet. Die Aktionen am Bundesweiten Vorlesetag haben rund 41 Prozent der Einwohner mitgestaltet und so dazu beigetragen, dass Bröbberow die „Aktive Vorlesestadt 2018“ geworden ist.


Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, sagt: „Wir sind beeindruckt, wie viele tolle Bewerbungen uns in diesem Jahr erreicht haben und wie lebendig der Bundesweite Vorlesetag war. Die ‚Vorlesestädte 2018‘ Stuttgart, Delmenhorst und Bröbberow haben den Vorlesetag mit besonders viel Energie und Herzblut aktiv, außergewöhnlich und nachhaltig gestaltet. Die Wahl der Orte, Sprachen und Altersklassen war dabei grenzenlos: Egal ob im Park, im Bus, im Museum oder Krankenhäusern, auf Plattdeutsch, Arabisch oder in Brailleschrift – diese Vorleseaktionen regen zum Nachahmen an.“

Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, ergänzt: „In diesem Jahr haben sich wieder zahlreiche Städte und Gemeinden am Bundesweiten Vorlesetag beteiligt. Verschiedenste Akteure ziehen vor Ort an einem Strang und stellen großartige Aktionen auf die Beine. Der Vorlesetag wird erst durch diese beispielhafte Zusammenarbeit zu dem, was er ist – ein öffentliches Zeichen für die gesellschaftliche Bedeutung des Lesens. Wir danken allen teilnehmenden Städten und Gemeinden für ihre Ideen und Hingabe.“

Eine Übersicht der bisherigen Vorlesestädte finden Sie unter: www.vorlesetag.de/vorlesestadt/

20.12.2017

Köln ist Nachhaltige Vorlesestadt 2017

Bereits zum vierten Mal erhält eine Stadt in Nordrhein-Westfalen den Titel

Köln Vorlesestadt 2017 ©Stiftung Lesen

Als vierte Stadt in Nordrhein-Westfalen erhält Köln den Titel „Vorlesestadt“ – nach Mönchengladbach (2013), Selm (2015) und Schwerte (2016). Mit seinen Aktionen rund um den Bundesweiten Vorlesetag am 17. November 2017 hat sich Köln vorbildlich für die Bedeutung des Vorlesens engagiert und wird daher als „Nachhaltige Vorlesestadt 2017“ prämiert. In der Jurybegründung heißt es: „Nachhaltige und kontinuierliche Leseförderung werden in Köln großgeschrieben. Die Stadtbibliothek Köln ist neben der Kölner Freiwilligenagentur, dem Jungen Literaturhaus Köln, der Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn, der KidCologne, den Lesementoren und dem Leselauf von Run & Ride for Reading e.V. Dreh- und Angelpunkt des Kölner Vorleseengagements. Am Bundesweiten Vorlesetag feierte die Einrichtung mit Schulklassen, Kindern, Eltern und Lehrern ein großes Lesefest. Dies war zugleich der Abschluss des Themenjahres zu Ehren Heinrich Bölls. Die dazu passende Kinderaktion ‚Junges Buch für die Stadt‘ war so erfolgreich, dass sie auch 2018 fortgeführt werden soll. Getragen werden all diese Aktionen von den Kölner Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit großer Begeisterung und ehrenamtlichem Engagement für das Vorlesen einsetzen.“

Neben Köln werden Gotha als „Außergewöhnliche Vorlesestadt 2017“ und Marienthal im Westerwald als „Aktive Vorlesestadt 2017“ geehrt. Bereits zum fünften Mal hatten die Initiatoren des Bundesweiten Vorlesetags – Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung – gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund den Titel „Vorlesestadt“ ausgelobt. Insgesamt 30 Kommunen bewarben sich 2017 in den Kategorien „nachhaltig“, „außergewöhnlich“ und „aktiv“ um die Auszeichnung.

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