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Pressemitteilungen

27.02.2020

Lesestart 1–2–3 fördert Vorlesen und Erzählen mit kleinen Kindern

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Stiftung Lesen setzen größtes bundesweites Leseförderprogramm zur frühen Bildung fort / Parlamentarischer Staatssekretär, Thomas Rachel, MdB übergibt erste Sets in Aldenhoven

Lesestart - Aldenhoven - Übergabe - 2020 - Rachel ©BMBF / Stiftung Lesen / Fotostudio Courté

Frühes Vorlesen und Erzählen fördert die sprachliche Entwicklung von Kindern. Eltern mit Kindern ab einem Jahr können bereits spielerisch erste Bücher und Bilder betrachten, dazu erzählen und schaffen damit eine wichtige Grundlage für den späteren Bildungsweg. Darauf macht das Programm „Lesestart 1–2–3“ aufmerksam. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und von der Stiftung Lesen durchgeführt.

Der Parlamentarischer Staatssekretär, Thomas Rachel, MdB sagt: „Lesen eröffnet Kindern neue Welten und ist ein wichtiger Baustein für die Persönlichkeitsentwicklung. Darum sollten Eltern schon frühzeitig mit dem gemeinsamen Lesen und Vorlesen beginnen. So fördern sie ihre Kinder bereits in den ersten Lebensjahren und bereiten ihnen den Weg für eine gute Bildung. Genau hier setzt das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit der bundesweiten Förderung von Lesestart 1–2–3 an.“

In Aldenhoven wurden heute Sets mit dem parlamentarischen Staatssekretär in einer Kinderarztpraxis an Eltern ausgegeben. Dr. Katharina Mahr-Ketteler sagte: „Zu uns kommen die Eltern, um zu erfahren, wie sich ihr Kind im ersten Lebensjahr aus gesundheitlicher Sicht entwickelt. In diesem Zeitraum lernen Kinder unglaublich viel und dazu sollte auch die Neugier auf Sprache gehören. Lesestart 1–2–3 bietet dafür ganz zentrale Impulse und die Materialien geben wir in unserer Praxis sehr gerne an die Eltern weiter.“

Die aktuellen Lesestart-Sets enthalten je ein altersgerechtes Buch sowie eine Info-Broschüre in deutscher Sprache mit Tipps für die Eltern, die auch in Türkisch, Rumänisch, Englisch, und Arabisch verfasst ist. Die Broschüre orientiert sich an den Bedürfnissen von Eltern mit kleinen Kindern und ist darüber hinaus in leicht verständlicher Sprache aufbereitet, um ein möglichst großes Publikum anzusprechen. Online steht sie in vielen weiteren Sprachen zum Download zur Verfügung. Über ein öffentliches Ausschreibungsverfahren wurden fünf Lesestart-Buchtitel als Sondereditionen mit diversen Verlagen entwickelt. Die Inhalte der Bilderbücher greifen erste Alltagssituationen im Leben der kleinen Kinder auf.

Ihr erstes persönliches Lesestart-Set erhalten die Familien mit einjährigen Kindern bei der U6-Untersuchung in ihrer teilnehmenden Kinder- und Jugendarztpraxis. Das zweite Set gibt es ab Winter 2020 für zweijährige Kinder bei der U7-Untersuchung ebenfalls in teilnehmenden Kinder- und Jugendarztpraxen. Das dritte Set für dreijährige Kinder überreichen dann die teilnehmenden Bibliotheken ab Winter 2021.

Über die gesamte Programmlaufzeit von acht Jahren werden an drei Geburtskohorten über 4 Mio. Lesestart-Sets an Familien mit Kindern im Alter von einem bis drei Jahren ausgegeben. Damit können über 50 Prozent der Eltern eines Jahrgangs erste Vorleseimpulse erhalten.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und auch die Bibliotheksverbände und Bibliotheksfachstellen unterstützen mit ihren zahlreichen Bibliotheken das neue Programm.  Mit anderen Institutionen und Akteuren der aufsuchenden Familienarbeit steht die Stiftung Lesen zudem im ständigen Austausch und profitiert von lokalen und sozialen Erfahrungen, die in das Lesestart-Programm einfließen. Darüber hinaus wird das Programm wissenschaftlich begleitet und laufend evaluiert.

Weitere Informationen finden Eltern und Interessierte hier: www.lesestart.de