Aktuelle News – Drei von vier Menschen haben Probleme beim Finden, Verstehen, Beurteilen und Anwenden von Gesundheitsinformationen. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung im Auftrag des Wort & Bild Verlags in Zusammenarbeit mit der TU München und dem WHO Collaboration Centre for Health Literacy. So hat sich laut den Expert*innen die Gesundheitskompetenz von Erwachsenen in Deutschland weiter verschlechtert. Was das mit Leseförderung zu tun hat? Ganz einfach: Wer nicht versteht, was im Beipackzettel steht, kann auch keine guten Entscheidungen für die eigene Gesundheit treffen. Wer online nicht beurteilen kann, ob eine Gesundheitsinformation vertrauenswürdig ist, wird schnell zum Opfer von Fehlinformationen. Und wer Tipps von den immer mehr werdenden Content Creators im Bereich Gesundheit nicht kritisch hinterfragen kann, ist im digitalen Gesundheitsalltag schnell überfordert.
Health Literacy beginnt beim Lesenlernen. Nur wer lesen kann, kann Informationen einordnen, Risiken bewerten und Angebote nutzen – analog wie digital. Ob in der Schule, beim Arztbesuch oder am Arbeitsplatz: Lesefähigkeit ist der Schlüssel zur Orientierung im Gesundheitswesen. Und deswegen sind die heute präsentierten Ergebnisse so wichtig. Für uns zeigen sie: Wenn wir die Herausforderungen in der Leseförderung nicht ernst nehmen, bekommen wir auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen spürbare Probleme.
Deshalb fordern wir:
- Leseförderung und Gesundheitskompetenz müssen gemeinsam gedacht und vermittelt werden – von der Kita über die Schule bis ins Erwachsenenalter.
- Politik, Bildung und Gesundheitswesen brauchen gemeinsame, ressortübergreifende Strategien.
Mehr zum Thema unter: www.apotheken-umschau.de/unsere-marken/apotheken-umschau-impact/gesundheitskompetenz/
Alle Forderungen gibt es hier zum Download